Massenanfall an Verletzten

Gemeinsame ManV-Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst

Am Samstag, den 04. Dezember 2021, führten der Rettungsdienst Wesermarsch, das DRK Brake und die Feuerwehr Jaderberg sowie deren First Responder eine gemeinsame ManV-Übung (ManV = Massenanfall an Verletzten) im Gewerbegebiet „An der Bahn“ in Jaderberg durch. Hierbei sollte primär die Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen geübt und eine Schulung des Rettungsdienstpersonals durchgeführt werden.

Um diese Übung unter Pandemiebedingungen durchführen zu können, wurde die 2G-Plus-Regel angewendet; alle Teilnehmer mussten sich zudem unabhängig vom Impfstatus vorher testen und es galt eine durchgehende Maskenpflicht.

Fällt in einem Einsatz das Stichwort ManV, wird immer viel in Bewegung gesetzt. Neben mehreren Rettungstransportwagen (RTW) und mindestens einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) werden auch der organisatorische Leiter (OrgL) vom Rettungsdienst, ein Leitender Notarzt (LNA), der Einsatzleitwagen Rettungsdienst (ELW RD), der im Landkreis Wesermarsch von der DRK Bereitschaft Brake besetzt wird, mit einem Fahrzeug des THW Nordenham zur Unterstützung, der Einsatzleiter Rettungsdienst und mehrere Schnelleinsatzgruppen in Bereitschaft alarmiert. Der ersteintreffende Rettungswagen übernimmt dann temporär die organisatorische Leitung und führt eine erste Sichtung der Patienten durch. Alle weiteren alarmierten Einsatzkräfte treffen meistens, da diese im Landkreis verteilt stationiert sind, mit einer zeitlichen Verzögerung ein und übernehmen erst im späteren Verlauf ihre Funktionen. Daher ist auch eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen notwendig. Nur so kann eine schnelle, zielgerechte Hilfe erfolgen.

An diesem Übungssamstag waren der Rettungsdienst mit zwei RTWs, einem NEF für den LNA, einem Fahrzeug für den OrgL, sowie das DRK Brake mit dem ELW RD und einem KTW vor Ort. Zudem nahmen die Freiwillige Feuerwehr Jaderberg mit dem RW-Kran, dem TLF 3000, dem LF 10/6 und dem ELW, sowie die First Responder mit ihrem Einsatzfahrzeug an der Übung teil.

Drei verschiedene Szenarien galt es dabei abzuarbeiten. Am ersten Szenario waren ein Trecker mit Anhänger, zwei PKWs sowie ein Mopped beteiligt. Insgesamt galt es hier vier Schwerverletzte, von denen zwei mittels hydraulischen Rettungsgeräts aus dem PKW geschnitten werden mussten, und drei Leichtverletzte zu versorgen. Im zweiten Szenario waren zwei PKWs auf einen LKW aufgefahren; und ein dritter PKW lag auf der Seite. Auch hier galt es mehrere Verletzte durch den Rettungsdienst zu versorgen. Die Feuerwehr musste auch hier neben der Rettung der Patienten die Fahrzeuge zuvor stabilisieren und den Brandschutz sicherstellen. Das dritte Szenario ähnelte dem Zweiten. Hier war allerdings die Schwierigkeit, dass einer der PKWs auf dem Dach liegend in der Berme vorzufinden war und die Fahrerin auf schnellstem Wege gerettet werden musste. Bei jedem Szenario liefen sämtliche Informationen des Rettungsdienstes im ELW RD zusammen. Zudem hielt die Feuerwehr Rücksprache mit einer fiktiven Leitstelle.

Nach einer kurzen Besprechung der Führungskräfte, konnte eine positive Bilanz aus der Übung gezogen werden. Die ein oder anderen Verbesserungsmöglichkeiten wurden aufgenommen und können bei der nächsten ManV-Übung, welche im März 2022 stattfinden soll, beachtet werden. Für die Verpflegung während der Übung war natürlich auch gesorgt. Ein großer Dank geht zudem an die Verletztendarsteller, welche bei nasskaltem Wetter die Übung ein Stück realistischer aussehen lassen haben; das Schminkteam hat hier gute Arbeit geleistet.

 

 
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